Für einen Dönerladen auf dem Campus

Diese Liste tritt 2018 das erste Mal zur StuPa-Wahl der HU an. Wir haben sie einmal genauer zu ihrer Motivation und ihrem Hauptanliegen befragt.

Ihre Selbstdarstellung zur Wahl 2018 findet ihr ab S. 23 in der Wahlbroschüre des studentisches Wahlvorstandes.

Fragen an die Dönerliste*

*Hinweis: Die Fragen wurden nicht im persönlichen Interview mit uns besprochen, sondern von den Vertreter*innen der Liste schriftlich per Mail beantwortet.

1. Es geht darum euch kennenzulernen: Wofür steht allgemein die Liste „Für einen Dönerladen auf dem Campus“?
Wir sind Studis, denen die Mensasituation auf den Magen schlägt. Gerade um kurz vor 14 Uhr ist Gedränge und langes Anstehen vorprogrammiert in der Mensa. Und meist gibt es dann kaum noch eine große Auswahl von Gerichten. Daran würden wir gerne etwas ändern. Wir möchten perspektivisch auf jedem Campus der HU einen Dönerladen errichten lassen. Unser Pilotprojekt soll in Adlershof gestartet werden, weil wir dort die größte Notwendigkeit sehen. Generell möchten wir den Studierenden ermöglichen, dass Sie sich auch noch nach 14.30 Uhr eine warme Mahlzeit auf dem jeweiligen Campus besorgen können. Viele Studis lernen meist erst am Abend oder am Wochenende. In der Zeit ist das Essensangebot sehr klein.

2. Wie lange ist „Für einen Dönerladen auf dem Campus“ schon aktiv an der HU?
Die Idee eines Dönerladen auf dem Campus gibt es schon länger. Nachdem unsere Freund*innen von der TU erfolgreich ihren Wahlkampf bestritten haben, haben wir uns ermutigt gefühlt auch an der HU den politischen Kampf zu führen. 😉

3.1 Warum habt Ihr euch speziell für Döner als Angebot entschieden? Warum beispielsweise keine Burritos oder andere Gerichte?
Döner ist ein Berliner Gericht und Teil der Geschichte der Stadt. Dadurch, dass er schnell zubereitet und kostengünstig ist und natürlich gut schmeckt, hat er sich bewährt. Wir fordern aber einen Dönerladen, in dem es mindestens auch Halloumi  und frische Falafel gibt. Es soll für alle Studierenden etwas dabei sein und alle sollen das essen können, was sie gerne möchten.

3.2 Wie genau stellt Ihr euch den Dönerladen vor? Als Hänger auf Rädern, als richtige Räumlichkeit oder ganz anders?
Wir werden uns nicht fest auf Details versteifen, wodurch wir nachher in den Verhandlungen mit der Universität nicht weiterkommen. Wir möchten im neuen Studentinnenparlament eine Mehrheit für unsere Forderung erzielen und dann gemeinsam mit den zuständigen Stellen der HU ausloten, wie wir den Dönerladen konkret umsetzen können.
Als festes kleines Gebäude wäre das Ganze natürlich schön.

3.3 Ihr wünscht euch einen Dönerladen an jedem Campus. An welchen Standorten genau sollen diese vertreten sein? (Stichwort Raumknappheit in Berlin Mitte)
Wir denken, dass sich ein Dönerladen aufgrund der Platzmöglichkeiten auf dem Campus Adlershof am schnellsten umsetzen lassen könnte. Im Bezirk Mitte ist die Raumknappheit definitiv ein Problem. Uns ist es auch nicht daran gelegen den Menschen dort noch existierende Freiflächen wegzunehmen. Es gibt dort aber, wie auch in anderen Teilen der Stadt, noch Potentiale. Oft werden bestehende Gebäude oder Gebäudeteile nicht oder nur wenig genutzt. Eine mögliche Umnutzung wäre diesbezüglich unser erster Gedanke. Was wir aber zur Beruhigung sagen können: Ein Dönerladen braucht nicht viel Platz.

3.4 Ist Döner für euch vollwertiger Ersatz für eine warme Mahlzeit?
Wir haben ja schon angedeutet: Neben klassischem Döner muss es mindestens noch Halloumi und frische Falafel geben. Und darüber hinaus sollen die Studierenden mitbestimmen können, was dort angeboten werden soll. Für uns stellt ein Dönerladen keine Konkurrenz zu einer Mensa dar, es ist eine notwendige Ergänzung des Versorgungsangebotes. Und die Entscheidung darüber, was sie essen möchten, sollen die Studierenden selbst treffen und sich nicht von anderen bevormunden lassen. Wir geben den Studierenden dafür wieder eine Stimme und die gestellte Frage muss jede Person an der HU für sich individuell beantworten.

3.5 Macht aus eurer Sicht die Forderung anderer Listen nicht auch Sinn, die Mensaöffnungszeiten zu verlängern?
Nein, das ist für uns unzureichend. Ein Dönerladen kann etwa gerade in den Abendstunden oder den Nachmittagsstunden in der vorlesungsfreien Zeit eine geringere Nachfrage viel besser abdecken. Für eine große Mensa würde es sich gar nicht lohnen zu diesen Zeiten noch geöffnet zu haben. Aber auch wenn zu den genannten Zeiten weniger Studierende in der Uni sind, sie sind ja trotzdem da und deswegen müssen sie auch einen schnellen und einfachen Zugang zu einer Mahlzeit haben.

3.6 Habt Ihr abgesehen von dem Dönerladen noch weitere Forderungen? Wollt Ihr als Liste perspektivisch auch andere Forderungen aufnehmen oder werdet Ihr euch nach erreichtem Ziel auflösen?
Wir wollen nicht viel fordern und versprechen, wo von vornherein klar ist, dass eine einfache Studierenden-Liste damit nichts erreichen kann. Deshalb verfolgen wir erst mal ein Projekt, auf das wir uns konzentrieren. Wenn wir diesbezüglich vorankommen, werden wir uns natürlich anderen Themen nicht verschließen. Wir stehen loyal auf der Seite der Studierendenschaft und werden bei allen Anträgen im StuPa ernsthaft mitdiskutieren und mit anderen Listen zusammenarbeiten.

4. Das 25. StuPa geht seinem Ende entgegen. Wie zufrieden seid Ihr mit der vergangenen Legislaturperiode?
Leider hat sich in der letzten Legislatur keine Person für einen Dönerladen auf dem Campus eingesetzt, so dass wir nun aktiv werden mussten.

5. Für das kommende StuPa kandidieren insgesamt 23 unterschiedliche Listen. Warum sollten die Studierenden bei der kommenden Wahl eure Liste wählen? Wofür werdet Ihr euch einsetzen?
Eigentlich spricht Power of Döner für sich 😉 Wir möchten gern mit unserer Wählerschaft das Essensrepertoire in dem zukünftigen Dönerladen auf dem jeweiligen Campus gemeinsam bestimmen, damit für jeden Geschmack (von Fleisch bis vegan) etwas dabei sein kann.

6. StuPa, RefRat und Fachschaften erhalten unter anderem über die Beiträge der Studierenden zusammen rund 780.000 €, ein Drittel davon steht dem StuPa zur Verfügung. Wie wollt Ihr dieses Geld einsetzen?
Nach unseren Berechnungen könnte man mit diesen Geldern unseren Forderungen nach einem Dönerladen nachkommen.

7. Bei der Wahl zum StuPa 2017 haben sich nur 7 % der Studierenden beteiligt. Warum sollten Studierende an der Wahl zum StuPa 2018 teilnehmen? Was können sie damit beeinflussen?

Die Studis sollten ihre Essenszeiten selbst bestimmen können, dafür stehen wir ein und das sollten viele tun.

Kandidierende

  1. Maciey Kawecki, Mathematik
  2. Leonie Antonia Schwarz, Erziehungswissenschaften
  3. Ivan Manelli, Geschichte
  4. Gulia Ross, Geschichte
  5. Lena Charlotte Hermansen, Erziehungswissenschaften
  6. Max Gude, Sozialwissenschaften
  7. Rahel Gajaneh Hartz, Linguistik

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