Juso-Hochschulgruppe

Die Juso-Hochschulgruppe steht der SPD nahe und hat derzeit 5 Sitze im StuPa. Hier beantworten sie die Fragen zu ihren Zielen.

Ihre Selbstdarstellung zur Wahl 2018 findet ihr ab S. 18 in der Wahlbroschüre des studentisches Wahlvorstandes.

Fragen an die Juso-Hochschulgruppe*

*Hinweis: Diese Fragen wurden nicht im persönlichen Interview mit uns besprochen, wie der Großteil der anderen Interviews, sondern von den Vertreter*innen der Liste schriftlich per Mail beantwortet.

1. Es geht darum euch kennenzulernen: Wofür steht allgemein die Juso-Hochschulgruppe?
Wir sind eine für alle offene Gruppe von Studierenden, die sich gemeinsam für eine gerechte, solidarische und demokratische Gesellschaft durch eine zukunftsgewandte, emanzipatorische Politik an den Hochschulen einsetzt. Die Grundlage unserer Arbeit bilden die drei Pfeiler des demokratischen Sozialismus, des Internationalismus und des Queer*-Feminismus. Gemeinsam mit weiteren Hochschulgruppen und Bündnisparter*innen kämpfen wir für eine freie und gleiche Gesellschaft und Hochschule.

2. Wie lange ist die Juso-Hochschulgruppe schon aktiv an der HU?
Da unsere archivierten Daten auf mindestens 2002 zurückgehen, ist unsere StuPa-Anfangszeit wohl auch in dieser Zeit zu verorten. Das sind also über 15 Jahre.

3. Wofür habt Ihr euch im aktuellen StuPa engagiert, z.B. Anträge, Projekte? Was habt Ihr erreicht?
Durch eine hohe Fluktuation in der Hochschulgruppe hatten wir in der letzten Zeit weniger eigene Anträge. Es geht uns aber vor allem darum linke Initiativen und Anträge zu unterstützen. Wir zeigen Präsenz und wirken erfolgreich beim Meinungsbildungsprozess innerhalb des StuPas mit und unterstützen die studentische Selbstverwaltung sowie studentische Initiativen, die der gesamten Studierendenschaft zu Gute kommen. Wir unterstützen zudem mit einigen unserer Mitglieder, die zum Teil auch selbst betroffen sind, die Beschäftigten des TVStud.

4. Der studentische Wahlvorstand veröffentlicht zu jeder Wahl die Selbstdarstellung der Listen, so auch 2017. Folgende Fragen haben wir zu Eurem Wahlprogramm:

4.1 Ihr fordert die „Studierbarkeit aller Studiengänge“. Was versteht ihr konkret darunter ?
Studierbarkeit beschreibt die Möglichkeit, den Studiengang erfolgreich abschließen zu können. Dabei darf die Zeit- und Wahlautonomie der Studierenden nicht eingeschränkt werden. Denn Kinder, Pflege und Engagement neben dem Studium müssen ermöglicht werden.
Einen Numerus Clausus, der bei immer mehr Studiengängen gilt, lehnen wir ab. Wir glauben, dass jede*r die Möglichkeiten haben sollte, das zu studieren, was er oder sie* möchte. Die Politik muss durch ausreichende finanzielle Investitionen dafür sorgen, dass in allen Fächern ausreichend Studienplätze zur Verfügung stehen und das nicht durch die Hintertür an Hochschulen abwälzen.
Wir fordern außerdem einen Rechtsanspruch auf ein Master-Studium sowie die Möglichkeit im Jura-Studium nach dem Schwerpunktsstudium einen Bachelor zu erhalten, damit angehende Jurist*innen, die das Staatsexamen nicht bestehen, nach dem Studium etwas in der Hand halten können.

4.2 Euer Ziel war, dass Ihr euch um das Problem der hohen Kopierkosten und das unzureichende Angebot von Mensen und Bibliotheken kümmert. Was habt Ihr erreicht?
Die Verantwortung für das Angebot der Mensen und teilweise der Kopierer liegen im Bereich des Studierendenwerks. Studentische Vertreter*nnen im Verwaltungsrat dessen werden von einem Wahlausschuss gewählt, der sich aus vom StuPa quotiert gewählten studentischen Vertreter*innen zusammensetzt. Eine Einflussnahme verlangt viel Durchhaltevermögen, weshalb wir dort am Ball bleiben werden und müssen.
Weiterhin fordern wir einen Ausbau von nichtkommerziell genutzten Freiräumen für Studierende.
Aber noch etwas anderes: Auf starke Initative des Bundesverbandes der Juso-Hochschulgruppen konnte eine weitere Einigung mit der VG Wort erreicht und dadurch verhindert werden, dass Dozent*innen keine Texte mehr online stellen dürfen. Das gilt jetzt bis zum 1. März 2018, danach tritt das neue Urheberrecht für die Wissenschaft in Kraft. Da gibt es aber noch viel Verunsicherung und offene Fragen – wir als Juso-HSG kämpfen aber weiter dafür, dass es heißt: Studieren statt kopieren!

4.3 Ebenfalls waren Beratungsangebote, Barrierefreiheit und Antisexismus Schwerpunkte in eurer Wahlwerbung. Was habt Ihr unternommen?
Das studentische Sozialberatungssystem wird vom StuPa finanziert und von uns durch aktive Mitarbeit unterstützt. Bei unseren Sitzungen gibt es zu Anfang immer die „Queer*feministischen 10 Minuten“, in denen wir uns konkret über ein aktuelles Thema aus diesem Bereich unterhalten und uns sensibilisieren. Diese Sensibilisierung möchten wir in die Institute und zu den Studierenden tragen, sodass vor allem mehr Frauen* empowered werden können.
An der Barrierefreiheit gibt es noch Einiges zu ändern, so möchten wir in der kommenden Legislatur darauf hinwirken, dass die Website des StuPa barrierefrei wird. Barrierefreiheit und Inklusion erschöpfen sich nicht in Rollstuhlrampen o.Ä.!

5. Das 25. StuPa geht seinem Ende entgegen. Wie zufrieden seid Ihr mit der vergangenen Legislaturperiode?
Wir haben in der vergangenen Legislatur am RefRat sowie dem Präsidium des StuPa aktiv mitgewirkt. Jedoch gibt es noch einiges in den folgenden Jahren zu erreichen. Wir sind stolz darauf, dass auch durch die Solidarität des StuPas eine Entlassung Andrej Holms verhindert werden konnte und wir uns im Anschluss auch solidarisch mit den Besetzer*innen des SoWi-Instituts gezeigt haben – Studierende müssen zusammenhalten. Unsolidarische Anträge, wie etwa die Kostenübernahme der Besetzung auf die Studierenden abzuwälzen, haben wir entschieden abgelehnt.

6. Im aktuellen StuPa gibt es insgesamt 18 unterschiedliche Listen, 23 kandidieren für das kommende StuPa. Warum sollten die Studierenden bei der kommenden Wahl eure Liste wählen? Wofür werdet Ihr euch einsetzen?
In der aktuellen Situation des Erstarkens rechter Einstellungen, auch in der „Mitte“ der Gesellschaft ist eine starke antifaschistische Stimme wichtiger denn je. Erinnert sei nur an die Unterstützung sich rassistisch äußernder Professor*innen seitens der Universitätsleitung.
Wir möchten auch weiterhin ein Sprachrohr der Studierenden sein und aktiv in der akademischen und studentischen Selbstverwaltung mitarbeiten. Unterstützt werden wir dabei durch Kooperationen mit weiteren Bündnispartner*innen in Politik und Gesellschaft. Aber auch Humboldt-eigene Initiativen wie z.B. den TVStud und das Mentoringprogramm für Arbeiter*innenkinder wollen wir unterstützen. Wir wollen reiche Eltern für alle!

7. StuPa, RefRat und Fachschaften erhalten unter anderem über die Beiträge der Studierenden zusammen rund 780.000 €, ein Drittel davon steht dem StuPa zur Verfügung. Wie wollt Ihr dieses Geld einsetzen?
Das StuPa entscheidet über den Haushalt der verfassten Studierendenschaft. Dieser soll eingesetzt werden, um allen Studierenden zu Gute zu kommen. Dazu gehört weiterhin die Finanzierung des studentischen Sozialberatungssystems, RefRats sowie die Unterstützung studentischer Initativen und Projekte.

8. Bei der Wahl zum StuPa 2017 haben sich nur 7 % der Studierenden beteiligt. Warum sollten Studierende an der Wahl zum StuPa 2018 teilnehmen? Was können sie damit beeinflussen?
Das StuPa ist die höchste Vertretung der verfassten Studierendenschaft. Aufforderungen und Resolutionen des StuPas sprechen für die Gesamtheit der Studierendenschaft an der HU. Ein starkes Mandat für eine starke Stimme der gesamten Studierendenschaft!
Eine Frage vorher wird beschrieben, dass rund ein Drittel der 780.000€ dem StuPa zur Verfügung steht. Das alleine sollte für viele ausschlaggebend sein, wählen zu gehen. Denn damit wird aktiv mitentschieden, welche Personen über Gelder verfügen und welche Anträge und Projekte unterstützt werden können.

Kandidierende

  1. Lars Ganser, Informationsmanagement/Informationstechnologie
  2. Nina Durand, Rechtswissenschaften
  3. Bengt Rüstemeier, Rechtswissenschaften
  4. Sophie Magne de la Croix, Sozialwissenschaften
  5. Frederik Dörr, Rechtswissenschaften
  6. Sophie Petry, Rechtswissenschaften
  7. Damon Ruhländer, Geschichte/Philosophie
  8. Laura Schwesinger, Sozialwissenschaften
  9. Onno Söling, Sozialwissenschaften
  10. Sophie-Isabel Gunderlach, M.A. Moderne Europ. Geschichte
  11. Ben Schneider, B.A. Englisch und Geschichte
  12. Maren Rixecker, Rechtswissenschaften
  13. Arian Akbari Kharazi, Rechtswissenschaften
  14. Jasmin Wehner, Msc. Agriculture Economics
  15. Gerrit Aust, Geschichte/Anglistik
  16. Elena Colmsee, Sozialwissenschaften
  17. Florian Eckhardt, Master BWL
  18. Mia Thiel, Rechtswissenschaften
  19. Leon Redlinger, Rechtswissenschaften

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