LinksGrünVersifft

Diese Liste kandidiert 2018 erstmalig bei der StuPa-Wahl. Welche Ziele sie verfolgen und wie sie ihren Namen fanden, erzählen sie im Interview.

Ihre Selbstdarstellung zur Wahl 2018 findet ihr auf S. 28 in der Wahlbroschüre des studentisches Wahlvorstandes.

Interview mit Rachel und Julia


Rachel Rebiffé (18, 1. Semester B.A. Sozialwissenschaften) und Julia Bersch (20, 1. Semester B.A. Sozialwissenschaften) sprachen mit uns in Vertretung ihrer Liste.

1. Es geht darum euch kennenzulernen: Wofür steht allgemein „LinksGrünVersifft“?
Unser Name beschreibt auch unsere Inhalte: Besonders wichtig ist uns der ökologische Aspekt, da wir gemerkt haben, dass es viele linke Gruppierungen an der HU gibt, aber nicht viele Grüne.
Wir merken nicht, dass die Humboldt-Universität eine nachhaltige, grüne Uni ist, obwohl sie im Vergleich zu französischen Unis, die gerade erst die Mülltrennung einführen, schon auf einem guten Weg ist. Uns interessieren aber auch linke Inhalte. Die Namensfindung geschah dann spontan in ironischer Anlehnung und selbstbewusster Selbstbezeichnung, da die Bezeichnung „LinksGrünVersifft“ ja von rechten Menschen abwertend verwendet wird, um Leute wie uns lächerlich zu machen. Wir deuten das um, denn für uns ist die „linksgrünversiffte Bewegung“ nicht lächerlich.

2. Was wollt Ihr konkret umsetzen?
Wir wollen eine grüne Vertretung im StuPa sein und uns bei konkreten Umsetzungen von Aktionen anderer Unis inspirieren lassen. Wie zum Beispiel etwas in Richtung FoodSharing zu starten, um so ressourcenschonend und nachhaltig wie möglich mit dem Essen umzugehen.
Uns ist sehr wichtig, auch außerhalb des StuPa mit Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen aktiv zu sein. Es soll darum gehen, für Alltagshandlungen zu sensibilisieren und ein nachhaltiges Leben anzuregen. Kleine Konzepte können eine ziemlich Auswirkung haben, wie z.B. Glas- statt Plastikflaschen zu verwenden oder eine eigene Tasse mitzubringen.
Wir stehen bereits in Kontakt mit dem Nachhaltigkeitsbüro, deren Kaffeeaktion im Hauptgebäude und Diskussionsrunde im Grimm-Zentrum wir unterstützt haben. Neben unseren regelmäßigen öffentlichen Listen-Sitzungen wollen wir regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen machen, bei denen wir mit den anwesenden Leuten ins Gespräch kommen können.
Wir unterstützen z.B. auch die TV-Stud-Initiative, auf deren Demo wir dabei waren.

3. Im StuPa gibt es thematisch bereits eine ähnlich Liste, Grünboldt. Was unterscheidet euch von ihnen?
Zuerst wollten wir mit den Grünboldten kooperieren und uns ihnen anschließen. Wir wollten uns zusammensetzen und vor allem auch außerhalb des StuPa aktiv sein. Das ist aber letztendlich nicht gelungen und unterscheidet uns von der Liste Grünboldt.

4. Vertretet Ihr bestimmte Fachbereiche?
Es ist unabsichtlich so, dass wir hauptsächlich Sozialwissenschaften studieren, weil wir uns durch den gemeinsamen Studienbeginn kennengelernt haben. Wir sind keine ausgewiesene Hochschulgruppe aus dem Sowi-Bereich.

5. Wie lange ist eure Liste schon aktiv an der HU? Gab es einen speziellen Anlass für die Gründung?
Gegründet haben wir uns im November 2017, weil wir mehr grüne Initiativen an der Uni etablieren wollten. In der Ersti-Orientierungswoche am Institut für Sozialwissenschaften haben sich viele kennengelernt und connected. Wir haben uns dann wöchentlich im Fachschaftsraum getroffen, um Ideen auszutauschen und Aktionen zu planen. Zu den Sitzungen, die öffentlich sind, kamen dann immer mehr Leute – auch solche, die zufällig hereinkamen und sich dazugesetzt haben. Als jemand dann vom StuPa und der baldigen Wahl erzählt hat, kamen wir auf die Idee, als Liste im StuPa zu kandidieren.

6. Im aktuellen StuPa gibt es insgesamt 18 unterschiedliche Listen, 23 kandidieren für das nächste. Warum sollten die Studierenden bei der kommenden Wahl eure Liste wählen? Wofür werdet Ihr euch einsetzen?
Wir vereinen nicht nur linke, sondern auch grüne Einstellungen, die für uns zusammengehören und zusammenpassen und im Unikontext vielleicht auch passen müssen. Uns ist eine linke Mehrheit im StuPa wichtig, die durch grüne Strömungen ergänzt werden soll und die miteinander kooperieren. Wir versuchen, Wähler aus beiden Lagern anzusprechen.

7. StuPa, RefRat und Fachschaften erhalten unter anderem über die Beiträge der Studierenden zusammen über rund 780.000 €, ein Drittel davon steht dem StuPa zur Verfügung. Wie wollt Ihr dieses Geld einsetzen?
Besonders für nachhaltige und ressourcenschonende, ökologische Projekte. Auch wollen wir vermehrt mit dem Nachhaltigkeitsbüro zusammenarbeiten. Uns ist ein bewusster Umgang mit dem Geld wichtig. Außerdem sind wir offen für Projekte kleinerer Gruppen, die sich mit Ideen an uns wenden und unterstützen diese dann gerne, wenn sie im Einklang mit dem stehen, was wir machen.

8. Bei der Wahl zum StuPa 2017 haben sich nur 7 % der Studierenden beteiligt. Warum sollten Studierende an der Wahl zum StuPa 2018 teilnehmen? Was können sie damit beeinflussen?
Die Listen repräsentieren und vertreten die Studierenden, was ein Grund sein sollte, sich selbst dafür zu interessieren. Je mehr Studierende wählen, desto repräsentativer wird das Studierendenparlament. Dass überhaupt die Möglichkeit besteht zu wählen, ist was Tolles, was man unserer Ansicht nach nutzen sollte. Jeder hat mit der Wahl die Möglichkeit, über die politische Richtung des StuPa zu entscheiden und Innovationen anzuregen.

Kandidierende

  1. Eva-Lotte Schwarz, Sozialwissenschaften
  2. Sophia Ziese, Sozialwissenschaften
  3. Dennis Mateskovic, Sozialwissenschaften
  4. Annkatrin Esser, Europäische Ethnologie, Gender Studies
  5. Clemens Löffler, Sozialwissenschaften
  6. Julia Bersch, Sozialwissenschaften
  7. Nikolas Weigt, Sozialwissenschaften
  8. Fenja Frenzel, Sozialwissenschaften
  9. Christoph Kirtzel, Sozialwissenschaften
  10. Gabriel Rinaldi, Sozialwissenschaften
  11. Anna Sandberger, Sozialwissenschaften
  12. Constantin von Estorff, Mathematik
  13. Charlotte Moors, Sozialwissenschaften
  14. Ian Stephan, Philosophie/ VWL
  15. Hannah Glauert, Sozialwissenschaften
  16. Valentin Regnault, Sozialwissenschaften
  17. Julia Huber, Sozialwissenschaften
  18. Rachel Rebiffé, Sozialwissenschaften
  19. Katharina Allram, Sozialwissenschaften
  20. Paula Feilke, Sozialwissenschaften
  21. Mona Ternberger, Sozialwissenschaften

Kontakt

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